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Infodienst 1/2009
Newsletter
der Homepage-Redaktion „www.pastoraltheologie.de“
Inhalt:
1. Aktuelles aus dem Beirat
2. Eröffnung der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische
Pastoral
3. 10 Jahre Bischofswort "Zeit zur Aussaat – Missionarisch
Kirche sein"
4. Festakt zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Michael Sievernich
SJ
5. Ausschreibung des „Edward Schillebeeckx Essay Prize 2010“
6. Stellenausschreibung des SPI
7. Symposion „Berufungspastoral“
8. Jugendpastoral-Tagung
9. Seminar „Neue Wege Diakonischer Pastoral - in der Suchtprävention
und der Begegnung mit suchtkranken Menschen und ihren Angehörigen“
10. kfd-Sommerakademie WÜRDE
11. Symposium „Jugend - Religion - Religiosität“
12. Vorankündigung: „GUTES LEBEN - FÜR ALLE? Missionstheologisches
Symposion anlässlich der Emeritierung von Franz Weber und
des 90. Geburtstags von Hermann Stenger“
13. Personalia
14. Zeitschrift Lebendige Seelsorge: „Priester“
15. Publikationen
16. Obligatorisches / Impressum
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,
heute möchten wir Sie mit dieser Newsletter-Ausgabe wieder
auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen
finden Sie auf unserer Homepage http://www.pastoraltheologie.de.
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise
auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über
unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und
Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken.
Dafür senden Sie bitte die entsprechende Mitteilung an: info@pastoraltheologie.de.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie
weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot
aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler
ist auf der Startseite der Konferenz-Homepage möglich.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld
Beauftragter der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de
1. Aktuelles aus dem Beirat
Vom 26.-27. März tagte der Beirat der Konferenz deutschsprachiger
Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. in Fulda.
Auf dieser Sitzung hat der Beirat u.a. eine Stellungnahme verabschiedet,
in der beklagt wird, dass in jüngster Vergangenheit gerade
Lehrstühle im Fach Pastoraltheologie vorrangig für die
Besetzung durch Priester ausgeschrieben werden, bzw. dass Frauen
und Männer, die nicht Priester sind, im Verfahrensverlauf
trotz gleichwertiger oder besserer wissenschaftlicher Qualifikation
allein aufgrund ihres Laienstandes benachteiligt sind. Für
die Besetzung von Lehrstühlen muss aber, so die auf www.pastoraltheologie.de
dokumentierte Stellungnahme, wissenschaftliche Exzellenz – im
Sinne der pastoraltheologischen Wissenschaftsauffassung des II.
Vaticanums – das entscheidende Kriterium sein.
Intensiv hat sich der Beirat den Themen des Missbrauchs und der
sexualisierten Gewalt auch und gerade in der Kirche gestellt. Die
Pastoraltheologinnen und -theologen wollen hier ausdrücklich
ihre fachliche Kompetenz einbringen und sich auch selbst noch intensiver
den anstehenden Themen zuwenden. Etliche Detailfragen bedürfen
dabei intensiverer Forschung und Diskussion, so u.a. die Frage
nach Begleitung der traumatisierten Opfer oder nach pädagogischen
Hilfen für die Erziehung und Begleitung in kirchlicher Jugendarbeit,
Schulischer Arbeit, in der Formation in Orden und Priesterseminaren.
Das Verhältnis von Erotik – Geschlechtlichkeit – Leiblichkeit
und Macht ist genauer zu beleuchten. Die lehramtlichen Positionen
der Sexualmoral müssen dringlich weiterentwickelt werden.
Genauso müssen Fragen von Nähe und Distanz ausdrücklich
diskutiert sowie die Begriffe von Täter und Opfer genauer
bestimmt werden. Theologisch und spirituell ist die Frage zu diskutieren,
was im Falle von sexualisierter Gewalt auch unter der Perspektive
der Vergebung geschehen kann. Beim Vorstand der Konferenz werden
Informationen über entsprechende Forschungsprojekte zusammengetragen,
um sie auch für die Verantwortungsträger und die Handlungsebene
fruchtbar zu machen. An dieser Stelle sei auf die aktuellen Wortmeldungen
von Christoph Kardinal Schönborn und Rainer Bucher sowie auf
den „Ethikkodex professioneller Seelsorge“, den die österreichischen
Moraltheologen veröffentlicht haben, verwiesen:
http://www.apg2010.at/apg2010/0/articles/2010/03/11/a3577/
http://rainerbucher.homepage.t-online.de/
http://www.canisius.at/pages/download.php
Vom Beirat wurde weiterhin eine Konferenz zur intensiveren Vernetzung
der Pastoraltheologie mit den anderen praktisch-theologischen Fächern,
den Vertreterinnen und Vertretern der Evangelischen Theologie und
den Nachbarländern geplant. Dieses Netzwerktreffen ist für
den 9. September 2010 terminiert und wird voraussichtlich in Würzburg
stattfinden.
Im Sommer wird die Veröffentlichung der neuen Rahmenstatuten
für Gemeinde- und PastoralreferentInnen in Deutschland erwartet.
Dazu soll am 26. November 2010 in Augsburg, St. Ulrich, ein Studientag
stattfinden. Die Vorbereitung wird koordiniert von Prof. Dr. Manfred
Belok.
Der nächste Kongress der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V., der vom 12.-15.9.2011 im Kardinal
Döpfner-Haus in Freising stattfindet, wird sich dem Themenfeld
Ehrenamt – Professionalisierung widmen. Eine Vorbereitung
unter Leitung des Vorsitzenden nimmt die Arbeit auf. Anregungen
werden gerne entgegengenommen.
An dieser Beiratssitzung nahmen erstmals Dr. Eugen Baldas als
Vertreter des Deutschen Caritasverbandes, Frau Cornelia Eigner
(München) für die Konferenz der Ausbildungsleiterinnen
und -leiter für die GemeindereferentInnen sowie Regens Herbert
Baumann (Würzburg) für die Deutsche Regentenkonferenz
teil. Auch die neu gegründete Katholische Arbeitsstelle für
Missionarische Pastoral (KAMP) mit Sitz in Erfurt ist künftig
im Beirat vertreten; diese Aufgabe wird bis auf Weiteres der Arbeitsstellenreferent
für Pastoral und Gesellschaft, Dr. Tobias Kläden, wahrnehmen,
der bereits seit einigen Jahren die Aufgabe des Schriftführers
in Vorstand und Beirat innehat. [R. Hartmann, Fulda]
2. Eröffnung der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische
Pastoral
Seit Anfang Januar 2010 hat die Katholische Arbeitsstelle für
missionarische Pastoral (KAMP) in Erfurt ihre Arbeit aufgenommen.
Es ist die erste Einrichtung der Deutschen Bischofskonferenz in
den neuen Bundesländern. Sie ist hervorgegangen aus der Katholischen
Sozialethischen Arbeitsstelle (KSA) in Hamm und der Katholischen
Glaubensinformation (KGI) in Frankfurt/M., die zum Ende des Jahres
2009 geschlossen worden sind.
Ziel dieser Arbeitsstelle ist die wahrnehmende Zuwendung zur modernen
Gesellschaft sowie ein vertieftes Bewusstsein von der eigenen christlichen
Botschaft und Sendung. Die Aufgaben der Referate im Einzelnen sind:
1. Die Bearbeitung von Grundsatzfragen der missionarischen Pastoral,
2. die Beobachtung und Deutung von Religion in der Gesellschaft
inklusive der Auswertung pastoral relevanter sozialwissenschaftlicher
Analysen, 3. die Befassung mit neureligiösen Bewegungen und
Weltanschauungsfragen und 4. die Koordinierung und Begleitung der
Internetseelsorge und -beratung. Die Arbeitsstelle arbeitet im
Schnittfeld von Wissenschaft und seelsorglicher Praxis und wird
vor allem den (Erz-)Bistümern, den Verbänden, Orden und
Bewegungen in der deutschen Kirche sowie den Gremien der DBK zuarbeiten.
Bei der feierlichen Eröffnung der Arbeitsstelle am 15. Januar
2010 rief der Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke, der scheidende
Vorsitzende der Pastoralkommission der DBK, dazu auf, allem, was
dem Ziel einer „Missionskirche“ diene, in unseren Diözesen
Vorrang einzuräumen. Er bezeichnete es als eine Grundaufgabe
von Kirche und ihrer Pastoral heute, Anknüpfungsmöglichkeiten
für das Evangelium zu erkunden. Dafür sei eine „Verheutigung“ unserer
Gottesverkündigung, eine Verstärkung kirchlich-missionarischer
Präsenz an Diakonie-Orten und eine Vertiefung der theologischen,
liturgischen und spirituellen Kompetenz beim Klerus und beim Gottesvolk
nötig.
Kontakt: Dr. Hubertus Schönemann (Leiter der Arbeitsstelle)
schoenemann@kamp-erfurt.de; Dr. Tobias Kläden (Referent für
Pastoral und Gesellschaft) klaeden@kamp-erfurt.de; www.kamp-erfurt.de
(im Aufbau). [T. Kläden, Erfurt]
3. 10 Jahre Bischofswort "Zeit zur Aussaat – Missionarisch
Kirche sein"
Im Jahr 2000 hat die Deutsche Bischofskonferenz das Wort "Zeit
zur Aussaat – Missionarisch Kirche sein" veröffentlicht.
Mit ihm reagierte sie auf gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland:
Menschen verschiedener sozialer, religiöser und kultureller
Herkunft leben miteinander und bestimmen das Bild unserer Gesellschaft;
volkskirchliche Strukturen gehen zurück, Glaube und Religion
werden als Privatangelegenheit angesehen. Doch ist der Glaube keine
Privatangelegenheit. Wer seine Kraft erlebt, will ihn auch anderen
empfehlen. Dabei wendet sich die kirchliche Verkündigung an
alle Menschen in vollem Respekt vor ihrer Freiheit. In diesem Sinn
ist Mission ein "Grundwort kirchlichen Lebens" (Karl
Lehmann).
Mit ihrem Wort "Zeit zur Aussaat" beschreiben die Bischöfe,
was es bedeutet, in Deutschland eine missionarische Kirche zu sein.
Das Wort der Deutschen Bischofe hat sehr große Beachtung
gefunden und eine Reihe von Folgeprojekten nach sich gezogen: die
Bischofsworte „Offene Kirche – Brennende Kerzen – Deutende
Worte“ (2003) und „Allen Völkern sein Heil. Die
Mission der Weltkirche“ (2004) und „Katechese in veränderter
Zeit“ (2004), die Gründung des "Instituts für
Weltkirche und Mission" in Frankfurt a. M. (2009) und der "Katholischen
Arbeitsstelle für missionarische Pastoral" (KAMP) in
Erfurt (2010) u.a. Zu den Projekten für die Zukunft zählen
die Förderung und Weiterentwicklung von Initiativen zum Katechumenat
(die Aufnahme Erwachsener in die Kirche) und Wiedereintritt, die
Stärkung der Bibelpastoral, Katechese und spirituellen Bildung,
der unverzichtbare Beitrag der katholischen Verbände, kirchlicher
Bewegungen und der Caritas bei der Gestaltung der neuen pastoralen
Räume. [O. John, Bonn]
4. Festakt zum 65. Geburtstag von Prof. Dr. Michael Sievernich
SJ
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ hat im Februar 2010 sein 65. Lebensjahr
vollendet. Aus diesem Anlass haben der Dekan der Mainzer Katholisch-Theologischen
Fakultät, Prof. Dr. Thomas Hieke, sowie Prof. Dr. Dr. Mariano
Delgado (Freiburg, Schweiz) und Prof. em. DDr. Dr. h. c. Hans Waldenfels
(Bonn) zu einem Festakt an der Mainzer Universität eingeladen.
Nach den Grußworten des Dekans hielt Prof. Waldenfels vor
zahlreichen Gästen die Festrede mit dem Thema „Dialog
und Mission – ein Widerspruch?“. Anschließend
stellte Prof. Delgado die Festschrift mit 39 Beiträgen von
Kollegen und Freunden des Jubiliars vor (s. Hinweis unter „Publikationen“)
und übergab sie dem Jubilar.
Prof. Dr. Michael Sievernich SJ war 1988-2003 Professor für
Pastoraltheologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule
Sankt Georgen und 1996-2000 ebenda Rektor der Hochschule, seit
2003 ist er Professor für Pastoraltheologie an der Johannes
Gutenberg-Universität Mainz und war 2006-2008 Dekan der Katholisch-Theologische
Fakultät. Er ist langjähriges Mitglied der Konferenz
der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen
und war von 2005 bis 2009 Mitglied des Beirats der Konferenz. [W.
Fritzen, Mainz]
5. Ausschreibung des „Edward Schillebeeckx
Essay Prize 2010“ Die „Tijdschrift voor Theologie“ und die „Edward
Schillebeeckx Foundation“ rufen junge Theolog/inn/en und
Religionswissenschaftler/innen dazu auf, bis zum 1. Juli diesen
Jahres Essays einzureichen, die das Verhältnis von Glaubensüberzeugungen
und moderner Kultur reflektieren. Der 1. Preis ist mit 1.000 € dotiert
und umfasst die Veröffentlichung des prämierten Essay
in der „Tijdschrift voor Theologie“. Weitere Informationen
unter http://www.tijdschriftvoortheologie.net/ [A.-M. Korte, Utrecht]
6. Stellenausschreibung des SPI
Das Schweizerische Pastoralsoziologische Institut (SPI) in St.
Gallen sucht auf den 1. September 2010 oder nach Übereinkunft
eine(n) Assistentin/Assistenten (60%). Die Stelle ist zunächst
auf drei Jahre angelegt, der Stellenumfang ist verhandelbar.
Sie arbeiten an der Entwicklung und Durchführung von Forschungsprojekten
des Instituts im Rahmen eines kleinen Teams mit. Zurzeit wird das
religionssoziologische Forschungsprojekt „Christliche Migrationsgemeinden
in der Schweiz“ vorbereitet. Zudem unterstützen Sie
die Institutsleitung in fachlicher und organisatorischer Hinsicht
und wirken bei der organisatorischen Betreuung der Pastoralplanungskommission
(PPK) der Schweizer Bischofskonferenz sowie der Arbeit der Koordinationsstelle „ForModula“ mit.
Weitere Informationen unter
http://www.spi-stgallen.ch/documents/neuigkeiten/ausschreibung%20assistenzstelle%20spi%202010dt.pdf [A. Bünker, St. Gallen]
7. Symposion „Berufungspastoral“
Das Österreichische Pastoralinstitut veranstaltet von 20.-22.4.2010
in St. Georgen am Längsee/Kärnten ein Symposium zum Thema
Berufungspastoral unter dem Titel „Du kannst dich sehen lassen.
Berufung leben und fördern zwischen Ideal und Wirklichkeit“.
Neben Referaten von Benno Elbs (Generalvikar der Diözese Feldkirch),
Dr. Anneliese Herzig (Deutsche Ordensobernkonferenz) und Markus
Nolte (Journalist aus Münster) stehen Gruppengespräche
und Workshops auf dem Programm. Nähere Informationen unter:
www.canisius.at; Anmeldung bei office@stift-stgeorgen.at [W. Krieger,
Wien]
8. Jugendpastoral-Tagung
Am 11.6.2010 veranstaltet der Lehrstuhl für Pastoraltheologie
der Universität Fribourg im Rahmen seines Themenschwerpunkts
Jugendpastoral eine Tagung zum Thema „Spiritualität
und Jugendpastoral“.
Das Programm sieht die folgenden Themenkreise vor:
•
Jugendliche und Gebet (Dr. Wolfgang Steffel)
•
Braucht die Jugend einen eigenen ästhetischen Kirchenraum?
Kirchenraum und jugendkulturelle Passung (Jugendpfarrer Bernd Hillebrand)
•
Spiritualität Jugendlicher im Zeitalter der sozial tolerierten „Minimumreligion“ (Dominik
Schenker, Leiter der Deutschschweizer Fachstelle für kirchliche
Jugendarbeit)
Nähere Informationen unter: http://www.unifr.ch/pastoral/de/jugendpastoral.html [S. Hodek, Fribourg]
9. Seminar „Neue Wege Diakonischer Pastoral - in der Suchtprävention
und der Begegnung mit suchtkranken Menschen und ihren Angehörigen“
In unserem Gemeinwesen kann ein Wandel von alten und das Entstehen
neuer Suchtphänomene beobachtet werden. Da das Verhältnis
zwischen gemeindlicher Pastoral und Suchtkranken oft von Sprachlosigkeit
und Berührungsängsten geprägt ist, sollen sich im
Seminar, das vom 14. - 18. Juni 2010 in Würzburg stattfinden
wird, die Teilnehmer/-innen dieser Fremdheit stellen und exemplarisch
an der in allen Milieus und Altersstufen am meisten verbreiteten
Suchterkrankung - dem Alkoholismus - wahrnehmen und klären,
wie durch eine bessere Zusammenarbeit von pastoralen, therapeutischen
und beraterischen Diensten die selbstbestimmte Teilhabe suchtkranker
Menschen am gemeindlichen und gesellschaftlichen Leben gefördert
werden können. Es werden Wege gesucht, im eigenen pastoralen
Konzept und der eigenen beruflichen Praxis Suchterkrankungen und
ihre theologische Dimension angemessener zu berücksichtigen.
Bitte leiten Sie dieses Angebot an hauptamtliche Mitarbeiter/-innen
aus der Pastoral und der Suchtkrankenhilfe (Sozialarbeiter/-innen
und Sozialpädagog(inn)en, Diakone, Gemeinde- und Pastoralreferent(inn)en,
Priester, Therapeut(inn)en) in Ihrem Bereich weiter. Bei Fragen
wenden Sie sich bitte an den zuständigen Dozenten in der Fortbildungs-Akademie
des Deutschen Caritasverbandes, Herrn Dr. Klaus Ritter, Tel. 0761/200-1862,
mailto:klaus.ritter@caritas.de [C. Tröndle, Freiburg/Br.]
10. kfd-Sommerakademie WÜRDE
Die Würde von Frauen, Männern, Mädchen und Jungen
wird weltweit und in nächster Nähe immer wieder verletzt.
Ziel der vom 1.-4. Juli 2010 im Erbacher Hof (Mainz) veranstalteten
Sommerakademie ist es, die vielfältigen Aspekte von Menschenwürde
geschichtlich, persönlich-praktisch, und ethisch zu betrachten.
Als Referentinnen wirken mit: Prof. Dr. Elisabeth Schüssler
Fiorenza (Feministische Befreiungstheologin, Cambridge, USA), Prof.
Dr. Saskia Wendel (Systematische Theologie, Köln), PD Dr.
Monika Bobbert (Institut für Geschichte und Ethik der Medizin,
Heidelberg)
Anmeldung und weitere Informationen bis zum 21.05.2010 bei Katholische
Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Monika Altenbeck, kfd-Bundesverband,
Tel. +49 211 44992-60, monika.altenbeck@kfd.de [M. Altenbeck, Düsseldorf]
11. Symposium „Jugend - Religion - Religiosität“
Vom 7. bis 9. Oktober 2010 findet an der Katholischen Universität
Eichstätt das internationale und interdisziplinäre Forschungssymposium „Jugend
- Religion - Religiosität: Resultate, Probleme und Perspektiven
der aktuellen Religiositätsforschung“ statt. Die Veranstalter,
Prof. Dr. Ulrich Kropac, Prof. Dr. Uto Meier und AOK Klaus König,
laden ausdrücklich auch alle interessierten Pastoraltheologinnen
und Pastoraltheologen zur Teilnahme ein. Weitere Informationen:
http://www.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/THF/relpaed/forschungssymposion.de [U. Kropac, Eichstätt]
12. Vorankündigung: „GUTES LEBEN - FÜR ALLE? Missionstheologisches
Symposion anlässlich der Emeritierung von Franz Weber und
des 90. Geburtstags von Hermann Stenger“
Die Frage nach einem guten Leben für alle und das übliche
Verständnis von christlicher Mission scheinen auf den ersten
Blick nichts miteinander zu tun zu haben. Die Suche der Menschen
nach gutem Leben führt – in Europa – immer weniger
Menschen in die Nähe der Kirchen. Dabei hat Jesus von Nazareth
Gott als einen Freund des Lebens verkündet, der das gute Leben
für alle will.
Dieser Grundüberzeugung folgend gehen wir auf dem Symposion
der folgenden Frage nach: Was kann die Kirche zum guten Leben möglichst
vieler beitragen? In der Auseinandersetzung mit dieser Frage folgen
wir sowohl einer lokalen als auch einer globalen Perspektive. Sie
gewinnt angesichts der gegenwärtigen Krisenphänomene
(Wirtschaftskrise, Umweltkrise, Armut, …) an zunehmender
Schärfe.
Das Symposion findet vom 18.-19. November 2010 anlässlich
der Emeritierung und des 65. Geburtstags von Franz Weber und anlässlich
des 90. Geburtstages von Hermann Stenger an der Katholisch-Theologischen
Fakultät der Universität Innsbruck statt.
Gottesdienst und Fest am Abend des 18.11.2010 sind eingeplant.
Ein detailliertes Programm (inkl. Anmeldemöglichkeit) folgt
zeitgerecht. [M. Scharer, Innsbruck]
13. Personalia
Bei der Frühjahrs-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
vom 22. bis 25. Februar 2010 in Freiburg ist Dr. Franz-Josef Bode,
Bischof von Osnabrück, zum neuen Vorsitzenden der Pastoralkommission
gewählt worden. Er löst den Bischof von Erfurt, Dr. Joachim
Wanke ab, der seit 1998 diese Aufgabe für die Deutschen Bischofskonferenz
wahrgenommen hatte. Bischof Wanke hat die Bemühungen um die
Erneuerung des missionarischen, den Menschen zugewandten und dynamischen
Wesens der Kirche mit großem Engagement unterstützt.
Ebenfalls wurde Dr. Thomas Roddey, Hochschulpfarrer in Dortmund,
zum Leiter des Bereichs Pastoral im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
und zum Sekretär der Pastoralkommission, der Kommission Geistliche
Berufe und Kirchliche Dienste, der Jugend- und der Familienkommission
gewählt. Er folgt Pater Dr. Manfred Entrich OP, der seit 1996
diese Funktion inne hatte. [O. John, Bonn]
Mit 1. März wechselte Prof. Dr. Johann Pock von Bonn nach
Wien und übernimmt den Lehrstuhl für Pastoraltheologie
in Wien (Nachfolge Paul M. Zulehner). [J. Pock, Wien]
14. Zeitschrift Lebendige Seelsorge: Nächste Ausgabe „Priester“ (2/2010)
Das Jahr 2009/2010 ist von Papst Benedikt XVI. als „Jahr
des Priesters“ ausgerufen worden. Es steht unter dem Leitwort „Treue
in Christus, Treue des Priesters“. Der Priester solle „im
Einklang mit seiner Verkündigung leben“ und sich persönlich
immer stärker zurücknehmen, um die Botschaft und das
Geheimnis Christi in den Vordergrund zu rücken.
Wie ist es heute als Priester? Wie steht es um die Berufung – um
Geheimnis und Alltag? Die Antworten auf diese Fragen lohnen die
Lektüre: Priesterpersönlichkeiten sind pluraler und bunter
als man dachte, sagt etwa Wolfgang Beck. Priesteramtsrollen sind
im Wandel, und am Horizont begegnet bereits der Typ des heute so
wichtigen Priestertyps, der keine Gemeinden verwaltet, sondern
gründet, so Paul M. Zulehner.
Von innovativen Priesterfortbildungsmodellen berichten Christoph
Jacobs, Michael Bredeck und Peter Klasvogt. In die Lebenssituation
laisierter Priester schaut Edgar Büttner, und den so visionären
Begriff des „gemeinsamen Priestertums“ klärt Bernd
Jochen Hilberath. Mitten aus dramatischen Selbsterkenntnisprozessen
liefert Stephan Ch. Kessler SJ die Reflexionen eines Regens zu
den Bereichen von sexueller Identität und Ehelosigkeit.
Auf ungewohnte Art bunt und überraschend wird der Blick auf
den Priester interessanterweise, wenn man von außen auf ihn
schaut. Es werden zwei Marketing-Kampagnen vorgestellt, die die
Berufung zum Priester thematisieren. Dem Priesterlichen das Geheimnis
zurückgeben, das ist die Intention der Designer Michael Jochim
und Ludger Elfgen.
Eine Heftübersicht sowie den Beitrag von Wolfgang Beck finden
Sie in Kürze im Internet unter www.lebendige-seelsorge.de
P.S.: Bei Interesse an regelmäßiger Information zur „Lebendigen
Seelsorge“ wird gerne per E-Mail das Versandblatt zu jedem
Heft verschickt, das das Editorial und eine Inhaltsübersicht
enthält. Bitte kurze E-Mail an: astridschilling@gmx.de [A.
Schilling, Würzburg]
15. Publikationen
Mariano Delgado / Hans Waldenfels (Hg.), Evangelium und Kultur.
Begegnungen und Brüche. FS M. Sievernich (Studien zur christlichen
Religions- und Kulturgeschichte ; 12), Fribourg / Stuttgart 2010.
ISBN: 978-3-17-021240-4 und 978-3-7278-1665-9
Papst Paul VI. nennt den Bruch zwischen Evangelium und Kultur
das Drama unserer Zeitepoche. Für die deutschen Bischöfe
ist Inkulturation das „Gesetz aller Evangelisierung“.
Die Festschrift zum 65. Geburtstag von Prof. Michael Sievernich
SJ beleuchtet in diesem Sinne die „Begegnungen und Brüche“ zwischen „Evangelium
und Kultur“. Der Band umfasst 39 Beiträge von Kollegen
und Freunden des Jubiliars zu den vier Themengruppen „Mission
/ Evangelisierung“, „Kultur / Inkulturation, „Religionen“ und „Jesuitica“.
Er spiegelt damit zentrale Facetten der wissenschaftlichen Interessen
des Jubiliars wider und enthält wichtige Anregungen für
die weitere Forschung in den genannten Themenfeldern. [W. Fritzen,
Mainz]
Johannes Panhofer / Sebastian Schneider (Hg.), Spuren in die Kirche
von morgen. Erfahrungen mit Gemeindeleitung ohne Pfarrer vor
Ort – Impulse für eine menschennahe Seelsorge (Kommunikative
Theologie ; 12), Ostfildern 2009.
ISBN 978-3-7867-2791-0
Kirche und Seelsorge befinden sich in einem gewaltigen Veränderungsprozess.
Wie das zukünftige Gesicht der Kirche aussehen wird, ist ungewiss.
Das vorliegende Buchprojekt, wollte nicht – wie so oft -
neue Forderungen und Appelle aussprechen oder idealisierte Entwürfe
vorlegen, sondern eine bereits gelebte und bewährte, aber
in der (v.a. auch kirchlichen) Öffentlichkeit verschwiegene
Praxis in das Scheinwerferlicht rücken. Es gibt partizipative
Leitungsmodelle, die christliche Gemeinden nicht nur am Leben erhalten,
sondern sie sogar vertiefen und Priester und pastorale MitarbeiterInnen
gleichermaßen entlasten und persönlich bereichern.
Sebastian Schneider, Leiter der Arbeitsstelle für Gemeindeentwicklung
und Abteilungsleiter im Seelsorgeamt der Erzdiözese Salzburg,
und Johannes Panhofer vom Institut für Praktische Theologie
der Theologischen Fakultät in Innsbruck begleiten seit über
10 Jahren die jährlichen Treffen der österreichischen
Pfarrmoderatoren (Priester)und PfarrassistentInnen (PastoralassistentInnen
mit Leitungsaufgaben gemäß c. 517 § 2) in Salzburg.
Sie haben deren Aufbrüche und Umbrüche hautnah mitbekommen.
Im Buchprojekt – das mit den Betroffenen gemeinsam durchgeführt
wurde – werden die ermutigenden Erfahrungen der Zusammenarbeit
von Priestern und Laien durch sehr persönliche Berichte dokumentiert
und theologisch-ekklesiologisch reflektiert. Diese Erfahrungs-„Spuren
in die Kirche von morgen“ dürfen in der gegenwärtigen
kirchlichen Suchbewegung nicht ungehört bleiben, sondern sollten
in die „relative Unsterblichkeit des Buches“ (Martin
Walser) gerettet werden. Sie bezeugen, dass eine menschennahe Seelsorge
auch heute möglich ist und weisen eine Richtung, in der die
zukünftige Gestalt von Gemeinde und Kirche zu suchen ist.
[J. Panhofer, Innsbruck]
Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen,
Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen
bitte an: info
(at) pastoraltheologie (punkt) de.
16. Obligatorisches / Impressum
Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren Verfasser verantwortlich.
Kontakt:
Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld, Beauftragter für Homepage und Newsletter
des Beirats der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.
eMail: info (at) pastoraltheologie (punkt) de |
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