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Infodienst 2 /2010
Newsletter
der Homepage-Redaktion „www.pastoraltheologie.de“
Inhalt:
1. Hochschulpastoral sekundär? Offener Brief zum Trierer Plan „Finanzieren
und Investieren“
2. Studientag zur neuen Rahmenordnung für Pastorale Berufe verschoben
3. Emeritierung von Prof. Dr. Heribert Wahl
4. Tagungsbericht: Konferenz der Internetseelsorgebeauftragten
5. Bericht von der kfd-Bundesversammlung
6. Tagungsankündigung: „Herausforderung einer missionarischen
Pastoral“
7. Tagungsankündigung: „Freund oder Feind? Zum Verhältnis
zwischen Kirche und Medien“
8. Tagungsankündigung "'Gemeindeleitung' durch Laien"
9. Tagungsankündigung: „Ohnmacht, Sehnsucht und Ekstase.
Gott und die Lebensformen des 21. Jahrhunderts“
10. Tagungsankündigung: „Stand und Perspektiven der Pastoralpsychologie“
11. Tagungsankündigung: „Religiöse Organisationen
im Chaos? Beobachtungen zu System und Institution in der Kirche“
12. Stellenausschreibung
13. Personalia
14. Publikationen
15. Obligatorisches / Impressum
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,
heute möchten wir Sie mit dieser Newsletter-Ausgabe wieder
auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Weitere Informationen
finden Sie auf unserer Homepage http://www.pastoraltheologie.de.
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise
auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über
unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und
Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken.
Dafür senden Sie bitte die entsprechende Mitteilung an: info@pastoraltheologie.de.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie
weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot
aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler
ist auf der Startseite der Konferenz-Homepage möglich.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld
Beauftragter der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen
und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de
1. Hochschulpastoral sekundär? Offener Brief zum Trierer
Plan „Finanzieren und Investieren“
Unter der Überschrift „Finanzieren und Investieren“ hat
der Generalvikar des Bistums Trier einen „verbindlichen Entwurf
zur Kostensenkung“ vorgelegt und zur Diskussion gestellt.
Für den Vorstand der Konferenz reagiert ihr Vorsitzender,
Prof. Dr. Richard Hartmann, mit einem Offenen Brief, der auf www.pastoraltheologie.de
abrufbar ist. In ihm werden die angewendeten Kriterien für
die angezielten Sparmaßnahmen kritisch angefragt sowie das
Engagement der Pastoraltheologie in Beratungs- und Dialogprozessen
angeboten. Für Anfragen und Reaktionen wenden Sie sich bitte
an vorstand@pastoraltheologie.de [R. Hartmann, Fulda]
2. Studientag zur neuen Rahmenordnung für Pastorale Berufe
verschoben
Der ursprünglich für den 26. November geplante Studientag
zur neuen Rahmenordnung für die Pastoralen Berufe muss leider
verschoben werden, da aufgrund aktueller Ereignisse der Ständige
Rat der Deutschen Bischofskonferenz die Rahmenordnung bislang noch
nicht beraten konnte. [R. Hartmann, Fulda]
3. Emeritierung von Prof. Dr. Heribert Wahl
Heribert Wahl, Ordinarius für Pastoraltheologie an der Theologischen
Fakultät Trier wird zum 31.09.2010 emeritiert. Er lehrt dort
von 1997 bis September 2010. Anlässlich seiner Emeritierung
hielt Prof. Karl Bopp am 21.06.2010 einen Festvortrag zum Thema „’Missionarisch
Kirche sein’ angesichts fremder Religionen und Kulturen.“ Dazu
hatte die Theologische Fakultät Trier eingeladen.
Lehren und Forschen von Heribert Wahl stellt die Menschen in den
Mittelpunkt. Wahl geht der Frage nach, wie Menschen aus dem Glauben
heraus dabei unterstützt werden können, heilsame Beziehungen
zu finden und zu leben. Sein praktisch-theologischer Zugang zu
den Menschen ist
- psychologisch, denn als Psychologe und Psychoanalytiker gewinnt
er maßgebliche Anregungen seiner praktischen Theologie aus
der psychoanalytischen Selbstpsychologie.
- pastoral, denn Heribert Wahl verknüpft diese Anregungen
so mit dem Grundimpuls des Evangeliums, dass er daraus für
die ganze Breite pastoralen Handelns Wahrnehmungshilfe, Kriterien
und Optionen gewinnt.
- diakonisch, denn seinem pastoralen Kernanliegen – der Stärkung
einer „SelbstObjekt-Praxis“ im Geiste Jesu – wohnt
ein diakonischer Impetus inne.
Mit diesen Stichworten titeln seine wissenschaftlichen Mitarbeiter
die aus diesem Anlass herausgegebene Festschrift: Psychologisch,
pastoral, diakonisch. Praktische Theologie für die Menschen,
hgg. von Gundo Lames, Stefan Nober, Christoph Morgen, Trier 2010.
Wie fruchtbar die Auseinandersetzung mit Lehren und Forschen von
Heribert Wahl ist, das belegen die zwanzig Beiträge von Weggefährten,
Kollegen und Schülern in dieser Festschrift. Sie greifen unterschiedliche
Aspekte seines vielfältigen Werks auf, reflektieren und vertiefen
sie sowie ziehen lehrreiche Schlussfolgerungen für Praktische
Theologie und Pastoral. [G. Lames, Trier]
4. Tagungsbericht: Konferenz der Internetseelsorgebeauftragten
Am 5. Mai 2010 fand in Erfurt die erste Konferenz der Internetseelsorgebeauftragten
unter der Ägide der Katholischen Arbeitsstelle für missionarische
Pastoral (KAMP) statt. Thema war vor allem die Zukunft der Internetseelsorge
nach der Auflösung der Katholischen Glaubensinformation (kgi).
In den Beratungen zeigte sich, wie unterschiedlich bereits der
Begriff der Internetseelsorge in den Bistümern gefüllt
wird. Das Verständnis reicht von E-Mail- oder Chat-Beratung
bis zu jeglicher Nutzung des Internets für pastorale Zwecke.
Zudem wurde deutlich, dass Internetseelsorge nicht nur von speziell
dafür beauftragten Mitarbeitern betrieben wird, sondern eine
in allen Bereichen der Pastoral zu berücksichtigende Querschnittsaufgabe
darstellt. Die Herausforderung der Internetseelsorge liegt der
Konferenz gemäß also darin, Breite wie Dringlichkeit
dieser Aufgabe bewusst zu machen. [S. Berndt, Erfurt]
5. Bericht von der kfd-Bundesversammlung
Die Bundesversammlung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands
(kfd), die vom 2. bis zum 5. Juni 2010 in Mainz tagte, wählte
mit klarer Mehrheit Dr. Bettina-Sophia Karwath (43) aus Marktheidenfeld
im Bistum Würzburg zur neuen Geistlichen Begleiterin. Die
promovierte Theologin komplettiert den Vorstand um die kfd-Bundesvorsitzende
Maria Theresia Opladen und deren beiden Stellvertreterinnen Irmentraud
Kobusch und Anna-Maria Mette. Karwath ist zurzeit als wissenschaftliche
Mitarbeiterin am Lehrhaus für Psychologie und Spiritualität
am Institut Simone Weil in Marktheidenfeld tätig. In ihrer
neuen Position wird sie die kfd in geistlichen Fragen begleiten
und beraten. Darüber hinaus wird sie den Kontakt zur Amtskirche
pflegen. Die Funktion der Geistlichen Begleiterin ist ein erfolgreiches
Modell für die Entwicklung neuer geistlicher Dienste und Ämter
in der katholischen Kirche, die auch Frauen zugänglich sind.
Weiterhin verabschiedete die Bundesversammlung eine Erklärung
mit dem Titel „Die Chance zur Erneuerung ist jetzt!“.
Angesichts der aktuell bekannt gewordenen Fälle von sexuellen Übergriffen
auf Kinder und Jugendliche, von Gewalt und dem damit verbundenen
Missbrauch von Macht zeigt sich die kfd tief enttäuscht. In
dieser Situation werden bislang nicht geklärte Themen und
drängende Fragen von Frauen in der Kirche wieder verstärkt
sichtbar. Es wird deutlich, dass die Krise der Kirche insgesamt
viel tiefer geht und sie einer grundlegenden Erneuerung bedarf.
Das ist eine große Herausforderung, die aber auch vielfältige
Chancen enthält. Deshalb stellt die kfd an die deutschen Bischöfe
und an die Verantwortlichen in der Kirche eine Reihe von Forderungen
zur Aus- und Weiterbildung von Priestern, bezüglich der Zölibatsdiskussion,
einer konstruktiven Auseinandersetzung mit dem Thema Körperlichkeit
und Sexualität sowie zur Wahrnehmung der Vielfalt von Lebens-
und Familienformen. In Bezug auf den ökumenischen Dialog werden
weitere deutliche und sichtbare Zeichen, die die ökumenische
Gemeinschaft festigen, gefordert. „Eine Erneuerung unserer
Kirche“ – so heißt es in der unter www.kfd.de
dokumentierten Erklärung weiter – „ist nur möglich,
wenn die vielfältigen Charismen und Fähigkeiten von Frauen
anerkannt und ihre Erfahrungen und Visionen in den kirchlichen
Gremien auf den unterschiedlichen Ebenen aktiv einbezogen werden.
Die Kirchenleitung muss Frauen verstärkt zur Übernahme
von Diensten und Ämtern in der Kirche ermutigen und sie dazu
beauftragen. Sie muss Leitungspositionen auch mit Frauen besetzen
und das Diakonatsamt für Frauen öffnen. Im Miteinander
von Ehren- und Hauptamtlichen in der Kirche sind konkrete Schritte
der Anerkennung von Kompetenzen notwendig.“ [M. Altenbeck,
Düsseldorf]
6. Tagungsankündigung: Herausforderung einer missionarischen
Pastoral
Die im Januar 2010 von der Deutschen Bischofskonferenz gegründete
Katholische Arbeitstelle für missionarische Pastoral (KAMP)
und das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken veranstalten vom
6. bis 8. September 2010 eine Tagung über die „Herausforderung
einer missionarischen Pastoral“ in Erfurt. Die Tagung will
zunächst der Frage nach den heutigen Bedingungen, Schwierigkeiten,
aber auch Möglichkeiten einer missionarischen Pastoral nachgehen.
Dafür soll das Thema sowohl systematisch, ökumenisch
und pastoraltheologisch, als auch ausgehend von den konkreten Erfahrungen
der Teilnehmer, die in zwei Workshops zu den Themen „Christ
werden“ und „Christ bleiben“ eingebracht werden
können, diskutiert werden. Ein zweites Anliegen der Tagung
ist die Vernetzung der im Bereich einer missionarischen bzw. (neu-)evangelisierenden
Pastoral tätigen Personen der (Erz-)Bistümer, Orden,
Verbände und kirchlichen Gemeinschaften. Als Referenten konnten
Prof. Dr. Josef Freitag; PD Dr. Burkhard Neumann; Prof. Dr. Josef
Pilvousek; Prof. Dr. Maria Widl; Weihbischof Dr. Reinhard Hauke;
Sr. Aloisia Höing, Generaloberin SMMP; Pfr. Matthias Leineweber,
Sant’Egidio; Simon Rapp, Bundespräses BDKJ, und Albin
Krämer, Bundespräses KAB Deutschland, gewonnen werden.
Die Kosten für die Tagung (incl. Übernachtung und Verpflegung)
belaufen sich auf 150 €. Bei Interesse melden Sie sich bitte
bis zum 7. Juli 2010 unter hermann@kamp-erfurt.de verbindlich an.
[M.-L. Hermann, Erfurt]
7. Tagungsankündigung: „Freund oder Feind? Zum Verhältnis
zwischen Kirche und Medien“
Das Symposium findet vom 16. bis 19.9.2010 an der Theologischen
Fakultät der Südböhmischen Universität Budweis
statt und wird durch das Netzwerk der mittel- und osteuropäischen
Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen veranstaltet. Es bietet
eine gute Möglichkeit, Kolleginnen von Universitäten,
Hochschulen und diözesanen Einrichtungen aus vielen Ländern
Mittel- und Osteuropas kennen zu lernen. Das Symposium ist auch
ein Ort der Begegnung für Professorinnen und Professoren,
Mittelbau und Promovierende.
Weitere Informationen (Einladung, Programm und Anmeldung) sind
unter www.postnetzwerk.net zu finden. Der Anmeldeschluss ist der
15.7.2010. [P. Slouk, Klosterneuburg]
8. Tagungsankündigung "'Gemeindeleitung' durch Laien"
In Deutschland geht die Zahl aktiver Priester seit Jahren stetig
zurück. Damit ist das lange Zeit praktizierte und kirchenrechtlich
als Grundform pfarrgemeindlicher Seelsorge vorgesehene Leitungsmodell "Ein
Pfarrer-eine Pfarrei" auf Dauer nicht mehr umsetzbar. Unweigerlich
stellt sich kirchenrechtlich die Frage nach alternativen Formen
der Wahrnehmung von Gemeindeleitung; pastoraltheologisch wird diskutiert,
ob das beschriebene Modell an sein Ende gekommen sei und man andere
Formen der Seelsorge vor Ort erproben müsse. Die internationale
theologische Fachtagung "'Gemeindeleitung' durch Laien",
die im Rahmen des gleichnamigen und von Prof. Böhnke (Wuppertal)
und Prof. Schüller (Münster) verantworteten DFG-Projekts "Gemeindeleitung'
durch Laien" vom 12. bis zum 15.10.2010 in Münster stattfindet,
stellt eine Plattform dar, um Beiträgen zur Zukunft der Pfarrgemeinde,
ortsnaher Seelsorge und alternativen Formen der pfarrlichen Gemeindeleitung
weltweit durch Gläubige Raum zu geben. Der Programmflyer ist
unter http://www.franz-hitze-haus.de/pdf/10-122.pdf abrufbar [J.
Keppeler, Wuppertal]
9. Tagungsankündigung: „Ohnmacht, Sehnsucht und Ekstase.
Gott und die Lebensformen des 21. Jahrhunderts“
Der Fachbereich Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen
Fakultät der Universität Graz veranstaltet vom 8.-10.11.2010
das Symposium „Ohnmacht, Sehnsucht und Ekstase. Gott und
die Lebensformen des 21. Jahrhunderts“.
Die Menschen leben heute nicht mehr so wie ihre Eltern oder Großeltern,
sie leben nicht einmal in der gleichen Welt, in die sie hinein
geboren wurden. Im kreativen Kontrast von Reflexion und Erfahrung,
vom Gang in die Archive des Wissens und Gang an die Orte heutiger
Existenz werden wir fragen: Was haben Gott und die Lebensformen
des 21. Jahrhunderts miteinander zu tun? Was weiß die Theologie
von den Herausforderungen, den konkreten Gestaltungsmöglichkeiten,
den Chancen und Grenzen in einzelnen Lebensformen? Was hat sie
dazu zu sagen? Was hat sie zuvor zu lernen? Nähere Informationen
unter http://www.uni-graz.at/ekstase/
Das Symposium wendet sich zwar vor allem an Interessierte der kirchlichen
Basis aus der Region, Gäste von außerhalb sind aber
herzlich willkommen! [R. Bucher, Graz]
10. Tagungsankündigung: „Stand und Perspektiven der
Pastoralpsychologie“
Anlässlich der Pensionierung von Prof. Dr. Karl Heinz Ladenhauf
veranstaltet das Institut für Pastoraltheologie und Pastoralpsychologie
der Universität Graz am Dienstag, 30. November 2010, ab 9
Uhr ein Pastoralpsychologisches Symposium. Es steht unter der Überschrift „Stand
und Perspektiven der Pastoralpsychologie“. Statements werden
vorgetragen von Univ.-Prof. Dr. Ottmar Fuchs (Tübingen), Univ.-Prof.
Dr. Klaus Kießling (Frankfurt am Main) und Univ.-Prof. Dr.
Heribert Wahl (Trier). Nach einer Podiumsdiskussion folgt ab 11
Uhr der Festakt zur Verabschiedung von Prof. Dr. Karl Heinz Ladenhauf.
[R. Bucher, Graz]
11. Tagungsankündigung: „Religiöse Organisationen
im Chaos? Beobachtungen zu System und Institution in der Kirche“
Wandel, Tempo, Unsicherheit, die Frage nach den „richtigen
Konzepten“ zur Bearbeitung, Wahrnehmung und Gestaltung der
Brüche und Umbrüche in der religiösen und kirchlich
institutionellen Landschaft scheinen auf chaotische Verhältnisse
im System und der Institution Kirche hinzuweisen.
Mit diesem Symposion, das vom 9.-10. Dezember 2010 als „6.
Mainzer Fachtagung Systemtheorie und Praktische Theologie im Gespräch“ stattfindet,
geht es zunächst um ein mögliches Verstehen, dann auch
um Chancen und Risiken von Veränderungsprozessen, die nicht
mehr steuerbar erscheinen. Dafür steht die Frage nach dem
Chaos religiöser Organistionen. Es wird darum gehen, die Veränderungsdynamiken
nicht einfach theoretisch zu erhellen, sondern im Erleben und Handeln
der am Symposion Teilnehmenden in Erfahrung zu bringen.
Prof. Dr. Dr. Michael Hochschild, Inhaber des Lehrstuhls "L'Analyse
contemporaine" am Institut d'Études Politiques de Paris
wird uns als kompetenter Gesprächspartner in diesem Symposion
zur Verfügung stehen.
Veranstalter ist das Theologisch-Pastorales Institut (TPI) Mainz.
Die Leitung liegt bei Prof. Dr. Richard Hartmann, Dr. Gundo Lames,
Dr. Martin Lörsch, Dr. Christoph Rüdesheim. Tagungsort
ist das Bildungszentrum Erbacher Hof in Mainz.
Informationen und Anmeldungen: www.tpi-mainz.de bzw. info@tpi-mainz.de
[Ch. Rüdesheim, Mainz]
12. Stellenausschreibung
Am Institut für Praktische Theologie der Katholisch-Theologischen
Fakultät der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck ist
die Stelle einer/eines UNIVERSITÄTSPROFESSORIN/UNIVERSITÄTSPROFESSORS
FÜR INTERKULTURELLE PASTORALTHEOLOGIE in Form eines unbefristeten
privatrechtlichen Arbeitsverhältnisses mit der Universität
zu besetzen.
Aufgaben:
Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber vertritt das Fach Pastoraltheologie,
das an der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck
einer interkulturell-weltkirchlichen und missionswissenschaftlichen
Perspektive verpflichtet ist, in Forschung und Lehre in seiner
ganzen Breite. Sie/Er ist in das fakultäre Forschungsprogramm „Kommunikative
Theologie“ eingebunden, das schwerpunktmäßig
am Institut für Praktische Theologie angesiedelt ist.
Die Lehre umfasst die Betreuung des Faches Pastoraltheologie (einschl.
der Homiletik) in allen theologischen Studienrichtungen: Diplomstudium
Katholische Fachtheologie, Bachelor- und Masterstudium Katholische
Religionspädagogik, Lehramtsstudium Katholische Religion,
Doktoratsstudium Katholische Theologie und im PhD-Programm der
Katholisch-Theologischen Fakultät.
Die Stelleninhaberin/der Stelleninhaber ist für die Leitung
des Universitätslehrganges „Pasto-raljahr“ zuständig.
Weiters ist die Mitarbeit in der universitären Selbstverwaltung
vorgesehen.
Anstellungserfordernisse:
a) eine der Verwendung entsprechende abgeschlossene inländische
oder gleichwertige ausländische Hochschulbildung, in der Regel
theologisches Doktorat;
b) einschlägige Lehrbefugnis (Venia docendi) oder eine gleichwertige
Befähigung;
c) fachspezifische Publikationen in renommierten Verlagen und führenden
Fachzeitschriften;
d) interdisziplinäres Arbeiten innerhalb der Pastoraltheologie
und mit angrenzenden Disziplinen;
e) fachspezifische Auslandserfahrung;
f) didaktische Fähigkeiten;
g) Erfahrung in der Einwerbung von Forschungsmitteln;
h) Qualifikation zur Führungskraft;
i) Sozialkompetenz.
Bewerbungen sind bis spätestens 31.08.2010 an die Leopold-Franzens-Universität
Innsbruck, Fakultäten-Servicestelle, Standort Karl-Rahner-Platz
3, A-6020 Innsbruck (fss-karlrahnerplatz@uibk.ac.at) zu richten.
Bei Bewerbungen ist Artikel V § 1 des Konkordates zwischen
dem Heiligen Stuhl und der Republik Österreich vom 5. Juni
1933 (BGBl. II Nr. 2 von 1934 sowie § 38 Abs 1 Universitätsgesetz
2002) zu beachten. Die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
strebt eine Erhöhung des Frauenanteiles an und lädt deshalb
qualifizierte Frauen zur Bewerbung ein. Frauen werden bei gleicher
Qualifikation vorrangig aufgenommen. § 35 Abs 4 Frauenförderungsplan
der Universität Innsbruck (vorrangige Aufnahme in den Berufungsvorschlag
bei gleicher Qualifikation) findet jedoch nur soweit Anwendung,
als er dem Artikel V § 1 Abs 4 des Konkordates nicht entgegensteht.
Die Bewerbungsunterlagen sollen jedenfalls enthalten: Lebenslauf
mit einer Beschreibung des wissenschaftlichen und beruflichen Werdeganges,
Liste der wissenschaftlichen Veröffentlichungen, der Vorträge
sowie der sonstigen wissenschaftlichen Arbeiten und Projekte, Beschreibung
abgeschlossener, laufender und geplanter Forschungstätigkeiten
und die fünf wichtigsten Arbeiten. Die Bewerbungsunterlagen
sind jedenfalls digital (CD, E-Mail usw.) beizubringen, die Papierform
ist optional.
Laufende Informationen über den Stand des Verfahrens finden
Sie unter: http://www.uibk.ac.at/fakultaeten-servicestelle/standorte/karlrahnerplatz3/ausschreibungen_u_berufungsverfahren.html
[J. Panhofer, Innsbruck]
13. Personalia
Neue Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Pastoraltheologie und
Religionspädagogik der Universität Erfurt: Pünktlich
zum Sommersemester 2010 (ab 01.04.) hat Frau Dipl.theol. Daniela
Bethge, geb. 1982, als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl
für Pastoraltheologie und Religionspädagogik der Universität
Erfurt (Maria Widl) ihre Beschäftigung begonnen. Daniela Bethge
studierte katholische Theologie seit 2003 in Erfurt und Wien sowie
Sozialpädagogik/Soziale Arbeit seit 2006. Gebürtig aus
den neuen Bundesländern (Bistum Magdeburg) stammend interessiert
sie sich besonders für aktuelle Fragen von Kirche und Religion
in Mittel- und Ostdeutschland. [M. Widl, Erfurt]
Zum 1.Oktober 2010 wechselt die Leitung des Dezernates Pastoral
im Bischöflichen Generalvikariat Essen. Der 41 jährige
Oberhausener Stadtdechant Michael Dörnemann löst Herrn
Dr. Wilhelm Tolksdorf ab, der das Pastoraldezernat seit Januar
2005 geleitet hat. Michael Dörnemann ist promovierter Kirchenhistoriker
und war lange Zeit in der Priesterausbildung, aber auch in der
Pfarrseelsorge tätig.
Die Konferenz der LeiterInnen der Deutschen Seelsorgeämter
/Konferenz der deutschsprachigen Seelsorgeamtsleiterinnen wird
auf ihrer Wintertagung Anfang Dezember in Trier ein neues Mitglied
für den Beirat der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen
benennen. Wilhelm Tolksdorf beginnt zum WS 2010/2011 mit einem
Habilitationsprojekt im Fach Pastoraltheologie bei Herrn Prof.
Dr. Hartmann (Fulda). [W. Tolksdorf, Essen]
14. Publikationen
Först, Johannes / Schöttler, Heinz-Günther (Hg.),
Quo vadis, theologia? Neue Perspektiven auf 'Religion' in der späten
Moderne, Berlin 2009.
ISBN 978-3-8258-0434-3
Weil die Rede von Gott weder überzeitlich noch sozial bzw.
kulturell ungebunden möglich ist, kommen der Theologie von
der veränderten Religionspräsenz der Gegenwartsgesellschaft
neue Herausforderungen entgegen. Dieser Band, der pastoraltheologische
und religionssoziologische Beiträge zusammenführt, geht
der Frage nach, wie und unter welchen Bedingungen die religiös
pluralisierte Gesellschaft "Ort" der "Gottrede" und "Gottespraxis" werden
kann. Mit Beiträgen von Alfred Dubach, Martin Engelbrecht,
Johannes Först, Winfried Gebhardt, Regina Polak und Heinz-Günther
Schöttler. [J. Först, Regensburg]
Först, Johannes / Kügler, Joachim (Hgg.), Die unbekannte
Mehrheit. Mit Taufe, Trauung und Bestattung durchs Leben? Eine
empirische Untersuchung zur 'Kasualienfrömmigkeit' von Katholik/inn/en
- Bericht und interdisziplinäre Auswertung, Berlin 2010 (2.,
erw. Aufl.).
ISBN 978-3-8258-9195-4
Die große Mehrheit der Katholik/inn/en nimmt nicht regelmäßig
am Sonntagsgottesdienst oder überhaupt am Leben der Gemeinde
teil, sondern begeht ausschließlich die "Kasualien" anlässlich
wichtiger biographischer Ereignisse.
Dieses Phänomen wird häufig als Säkularisierungsphänomen
gedeutet. Die nun in zweiter, erweiterter Auflage erschienene Studie
geht diesem Phänomen mit einer qualitativen empirischen Untersuchung
nach und zeigt auf, dass mit der Kasualpraxis vieler Katholik/inn/en
tiefgreifende Deutungsmuster einhergehen.
Beiträge aus (Pastoral-) Theologie und Religionssoziologie
kommentieren diesen für Theologie und Kirche wichtigen empirischen
Befund. Mit Beiträgen von Rainer Bucher, Martin Engelbrecht,
Johannes Först, Ottmar Fuchs, Joachim Kügler, Heinz-Günther
Schöttler, Max Josef Schuster sowie einem Grußwort des
Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick. [J. Först, Regensburg]
Först, Johannes / Lappen, Friedolf / Rahner, Johanna (Hgg.),
Abbruch oder Aufbruch? Von der Eigendynamik des kirchlichen Strukturwandels
(Bamberger Theologisches Forum 12), Berlin 2010.
ISBN 978-3-643-10446-5
Der gegenwärtige Strukturwandel der Kirche führt bei
vielen kirchlich orientierten Menschen zu Verunsicherung, weil
ihm ein hohes Maß an Eigendynamik innewohnt, der nicht ohne
weiteres zu steuern ist. Der vorliegende Band dokumentiert die
Vorträge des Bamberger Theologischen Forums, die sich diesem
Strukturwandel der Kirche aus theologischer und religionssoziologischer
Perspektive widmen. Mit Beiträgen von Rainer Bucher, Johannes
Först, Winfried Gebhardt, Friedolf Lappen, Johanna Rahner
und Jürgen Werbick. [J. Först, Regensburg]
Rainer Bucher /Johann Pock (Hg.), Klerus und Pastoral (= Werkstatt
Theologie ; 14). Berlin 2010.
ISBN 978-3-643-50056-4
Angesichts von Priestermangel und massivem strukturellen Wandel
in der Pastoral stellt sich die Frage nach einer neuen Verhältnisbestimmung
von Klerus und Pastoral. Das Buch nähert sich dem Problem ökumenisch
(Katholiken, Altkatholiken, Baptisten), religionsgeschichtlich,
dogmatisch und pastoraltheologisch. Im Zentrum stehen die Differenzierung
von Klerus und Klerikalisierung sowie eine Verhältnisbestimmung
von pastoralen Berufen. Priester, Diakone, Ordensfrauen, PastoralreferentInnen – in
je unterschiedlicher Weise stehen sie vor der Frage nach ihrer
Identität und der konkreten Verortung in pastoralen Kontexten.
[R. Bucher, Graz/J. Pock, Wien]
Rainer Bucher, Priester des Volkes Gottes. Gefährdungen – Grundlagen – Perspektiven.
Würzburg 2010.
ISBN 978-3-4290-3321-7
Das katholische Weihepriestertum hat mehr Ehrlichkeit, Phantasie
und Kreativität verdient, als gegenwärtig in seine Weiterentwicklung
investiert wird. Wie kann es seine Aufgabe jenseits seiner bisherigen
machtgestützten Form erfüllen? Das Buch bietet eine kritische
Analyse der aktuellen Lage des katholischen Priestertums sowie
im Rekurs auf seine Grundlagen herausfordernde Ansätze zu
seiner Zukunft: Die Gnade Gottes zu repräsentieren, den Glauben
daran zu verkörpern, dass sich Gott unwiderruflich den Menschen
zuwendet – das ist die Aufgabe des Priesters und eine wirkliche
Chance für die Kirche als Volk Gottes. [R. Bucher, Graz]
Michael Sievernich, Die christliche Mission: Geschichte und Gegenwart,
Darmstadt 2009.
ISBN: 978-3-534-19515-2
Warum wird überhaupt missioniert, welche Formen der Mission
gab es und welchen Stellenwert hat die Mission in der heutigen
Welt? Die düsteren wie die hellen Seiten der Missionierung
werden in diesem großen Übersichtswerk allgemeinverständlich
und lebendig geschildert. Vom biblischen Missionsbefehl bis hin
zur Arbeit von Missionaren in der Gegenwart reicht die Darstellung;
zahlreiche Quellen und Dokumente ermöglichen es, sich ein
eigenes Bild zu machen. [M. Sievernich, Mainz]
Arnd Bünker / Eva Mundanjohl / Ludger Weckel / Thomas Suermann
(Hg.), Gerechtigkeit und Pfingsten. Viele Christentümer und
die Aufgabe einer Missionswissenschaft, Ostfildern 2010.
ISBN 978-3-7867-2850-4
Als Festschrift für den langjährigen Direktor des Instituts
für Missionswissenschaft in Münster, Prof. Dr. Giancarlo
Collet, und als Dokumentation des Internationalen Missionswissenschaftlichen
Kongresses „Crossroads – Christentümer in Bewegungen
und Begegnungen“ (Oktober 2009) wurde dieser Band herausgegeben.
Es befasst sich u. a. mit theologischen und pastoralen Konsequenzen
einer „enteuropäisierten europäischen Christenheit“.
Globalisierung und Migration schaffen Nähe und Herausforderungen.
Christentümer aus verschiedenen Weltteilen treffen vor allem
in den Großstädten aufeinander. Mit dieser „Enteuropäisierung
europäischer Christenheit“ (Giancarlo Collet) entsteht
eine spannungsvolle Mischung aus christlichen Gemeinschaften, Konfessionen
und Kirchen, Mentalitäten und Sprechweisen. Angesichts dieser
Vielfalt ist es wichtig, das eine christliche Bekenntnis zum Evangelium
und die gemeinsame Hoffnung auf Leben und Heil für alle Menschen
nicht aus den Augen zu verlieren. „Gerechtigkeit“ und „Pfingsten“ sind
zentrale Begriffe, um christliche Identitäten zu beschreiben.
Sie sind Anknüpfungspunkte, um voneinander und miteinander
im ökumenischen Gespräch zu lernen. [A. Bünker,
St. Gallen]
Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen,
Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen
bitte an: info
(at) pastoraltheologie (punkt) de.
15. Obligatorisches / Impressum
Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren Verfasser verantwortlich.
Kontakt:
Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld, Beauftragter für Homepage und Newsletter
des Beirats der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.
eMail: info (at) pastoraltheologie (punkt) de |
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