Infodienst 3/2008
Newsletter
der Homepage-Redaktion „www.pastoraltheologie.de“
Inhalt:
1. Jugendpastoral am Puls der Zeit
2. Neue PThI-Hefte erschienen: „Die Taufe“ und „Plurale Wirklichkeit der Gemeinde“
3. PosT - Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen
4. Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut
5. „Folge dem Stern!“ – ein missionarisches Projekt am Erfurter Weihnachtsmarkt
6. Forschungsprojekt zur Erhebung von Wirkweisen Geistlicher Begleitung
7. Vernetzung gesucht: „Religion im Kontext von Migration“
8. Tagungsankündigung: „Vernetzung der Einrichtungen und Dienste der Offenen Sozialen Altenarbeit und der Migrationsdienste der Caritas“
9. Österreichische Pastoraltagung 2009: „Ämter und Dienste: Entdeckungen, Spannungen, Veränderungen“
10. Kongressankündigung „Christ werden – Christ bleiben – Christus verkünden: Der Katechumenat in Deutschland“
11. Publikationen
12. Obligatorisches / Impressum
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Nutzerinnen und Nutzer unserer Homepage,
heute möchten wir Sie mit dieser Newsletter-Ausgabe wieder auf Neuigkeiten aus der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. aufmerksam machen. Ausführliche Informationen finden Sie auf unserer Homepage http://www.pastoraltheologie.de.
Nachrichten aus Ihrem Haus, Veranstaltungsankündigungen, Hinweise auf Neuerscheinungen, Stellenangebote etc. können Sie über unseren E-Mail-Verteiler an alle eingetragenen Kolleginnen und Kollegen sowie weitere an Pastoraltheologie Interessierte schicken. Dafür senden Sie bitte die entsprechende Mitteilung an: info@pastoraltheologie.de.
Wir würden uns freuen, wenn Sie Kolleginnen und Kollegen sowie weitere pastoraltheologisch Interessierte auf dieses Informationsangebot aufmerksam machten. Die Anmeldung für den Newsletter-Verteiler ist auf der Startseite der Konferenz-Homepage möglich.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld
Beauftragter der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V. für die Homepage www.pastoraltheologie.de
1. Jugendpastoral am Puls der Zeit
Auf Einladung der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen beschäftigten sich fast 130 Personen aus Wissenschaft und Praxis in Benediktbeuern mit der Frage, wie eine zeitgemäße Jugendpastoral aussehen könnte. Das Symposium war hochkarätig besetzt mit namhaften Jugendforschern. So stellte Dr. Marc Calmbach die neue Sinusstudie U27 „Wie ticken Jugendliche“ vor und verwies auf Möglichkeiten, wie kirchliche Jugendarbeit aus einer Milieuverengung herauskommen könnte. In eine ähnliche Richtung verwies Dr. Matthias Sellmann mit seiner These, dass gerade in der Jugendpastoral der „iconic turn“ mit vollzogen werden muss – nämlich die Tatsache, dass Jugendliche (und nicht nur sie) heute die Welt vor allem über Bilder und weniger über Worte wahrnehmen.
Dr. Regina Polak betonte – ausgehend von der österreichischen Jugendwertestudie – die „prophetische Kraft der Jugend“ (Ottmar Fuchs) und sah in der Frage nach der Gerechtigkeit einen wichtigen Ansatz. Schließlich waren es Dr. Martin Lechner und Dr. Hans Hobelsberger, die jugendpastorale Ansätze analysierten und zukunftsorientierte Optionen formulierten.
Geprägt wurde das Symposium durch die vielen PraktikerInnen: MitarbeiterInnen jugendpastoraler Stellen vieler Diözesen und Länder. Gerade der Austausch in den Workshops und in den Zwischengesprächen zeigte den großen Bedarf der Praxis an einer fundierten theologischen Begleitung. Diese zu leisten, war der Wunsch an die wissenschaftliche Pastoraltheologie, die es im Gefolge des Symposiums einzuholen gilt. [J. Pock, Bonn]
2. Neue PThI-Hefte erschienen: „Die Taufe“ und „Plurale Wirklichkeit der Gemeinde“
Gleich zwei Ausgaben der „Pastoraltheologischen Informationen“ sind in diesen Wochen erschienen und dürften mit ihrem jeweiligen thematischen Fokus die entsprechenden praktisch-theologischen Diskussionen befördern:
Das jetzt ausgelieferte Heft 2007-2 trägt den Titel „Die Taufe – Ein Ruf an die Kirchen und ihre Pastoral“. Die Redaktion der „Pastoraltheologischen Informationen“ hat die Ende April 2007 in Magdeburg von 11 Mitgliedskirchen des ACK in Deutschland unterzeichnete „Wechselseitige Taufanerkennung“ zum Anlass genommen, diese „Magdeburger Erklärung“ zu dokumentieren und die hier herausgestellte ökumenische Bedeutung der Taufe mit Hilfe verschiedener Beiträge zu kommentieren.
Das erste Heft des Jahres 2008 dokumentiert insbesondere den Kongress „Plurale Wirklichkeit Gemeinde“, der im letzten Jahr von der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen in Schwerte veranstaltet wurde und nicht nur bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf großes Interesse stieß. Deutlich wurde dabei einmal mehr: Die bereits vollzogenen und noch im Gang befindlichen Neuordnungen der parochialen Strukturen stellen eine besonders sensible (Teil-)Frage nach der Zukunft der Pastoral dar. Sensibel ist diese Frage, da sie die Ursprungsorientierung der Kirche betrifft, das Proprium des Christlichen, das ohne koinonia, ohne Vergemeinschaftung nicht denkbar ist. Sensibel, da sie mit darüber entscheidet, wie sich die Kirche in der Gegenwartsgesellschaft verortet und darin sowohl verlässliche Partnerin als auch kritische Kraft ist. Sensibel schließlich, weil davon besonders jene betroffen sind, die in den alten pfarrlichen Strukturen hoch integriert sind; ihre Beheimatung, auch ihre Macht steht von daher in Frage.
Die jetzt gelieferte Dokumentation der Kongressbeiträge verdeutlicht zusammen mit den im Nachgang zum Kongress verfassten Aufsätze, dass die deutschsprachigen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen dieser besonderen Sensibilität ebenso kritisch wie selbstkritisch begegnet.
Die „Pastoraltheologischen Informationen“ ist eine praktisch-theologische Fachzeitschrift, die einerseits vom Beirat der Konferenz der deutschsprachigen Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e. V. und andererseits von der Fachgruppe Praktische Theologie der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie verantwortet wird. Informationen zu dieser Zeitschrift und ihren bisherigen Ausgaben, zu der Redaktion und zu den Bezugsbedingungen finden sich unter http://www.pthi.de [U. Feeser-Lichterfeld, Bonn]
3. PosT - Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen
Von 18. bis 21.9.2008 fand in Celje (Slowenien) das Symposium „Ist die Kirche planbar? Alte Frage – dauernde Ansprüche“ statt, an dem 24 Kolleginnen und Kollegen aus 9 mittel- und osteuropäischen Ländern teilnahmen. Mit drei neuen in Celje aufgenommenen KollegInnen zählt das Netzwerk derzeit 54 Mitglieder aus 11 Ländern. Das nächste Symposium wird von 17.-20.9.2009 in Opole (Polen) veranstaltet und widmet sich einem Thema aus dem Bereich Sakramentenpastoral. Das Symposium in Celje wird in einem Sammelband dokumentiert, weitere Informationen zu den Symposien, zum Netzwerk und seinen Mitgliedern finden Sie unter http://www.postnetzwerk.net/ [P. Slouk, Wien]
4. Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut
Das Institut ist intensiv mit der Arbeit an den beiden Drittmittelprojekten "Religion in der zivilgesellschaftlichen Öffentlichkeit" und "Religion und Moderne" befasst. Im November findet die Zwischenberichtstagung mit der Präsentation der einzelnen Forschungsprojekte und den bisherigen Ergebnissen statt.
Im Frühjahr wurde die Publikation "Interreligiöser Dialog in der Schweiz. Grundlagen - Brennpunkte - Praxis" hg. Von Judith Könemann (SPI) und Georg Vischer (Iras Cotis) veröffentlicht. Das Buch ist in Kooperation mit der interreligiösen Arbeitsgemeinschaft der Schweiz (Iras Cotis) entstanden. Die Publikation setzt sich mit Grundsatzfragen zum Interreligiösen Dialog, vor allem jedoch auch mit Brennpunkten, wie Spitalseelsorge, interreligiöse Partnerschaften, interreligiöse Gebetsfeiern, Religionsunterricht etc. an denen der interreligiöse Dialog brennend und praktisch wird, auseinander. Ferner werden praktische Fragen thematisiert und eine Reihe von Hinweisen auf Initiativen des interreligiösen Dialogs gegeben. Das Buch kann über die Homepage des Instituts (www.spi-st.gallen.ch) oder direkt im Sekretariat de Instituts bestellt werden.
Im Frühjahr wird das Buch "Religiöse Vielfalt und der Religionsfrieden. Herausforderung für die christlichen Kirchen", hg. Von Judith Könemann und Adrian Loretan im TVZ Verlag in der Reihe Beiträge zur Pastoralsoziologie erscheinen. Das Buch ist in Anlehnung an eine 2007 durchgeführte Tagung zu diesem Thema entstanden, die gemeinsam vom SPI und der Kath.-Theol. Fakultät Luzern durchgeführt wurde. [J. Könemann, St. Gallen]
5. „Folge dem Stern!“ – ein missionarisches Projekt am Erfurter Weihnachtsmarkt
Weihnachtsmärkte gehören in vielen Städten zum alljährlich wiederkehrenden Ereignis – in der Regel ohne Beteiligung der Kirchen: Mit Glühweindunst und Jahrmarktsrummel will man in der „stillsten Zeit des Jahres“ nichts zu tun haben. Umgekehrt: Weihnachten haben wir „erfunden“ – warum lassen wir es uns von einer säkularen Konsumkultur so einfach wegnehmen? Kann man in der heutigen Zeit, wo das Religiöse neues Interesse inmitten des Säkularen findet, auf einem Weihnachtsmarkt darauf aufmerksam machen?
Der Lehrstuhl für Pastoraltheologie und Religionspädagogik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt wollte, in Kooperation mit dem Institut für Evangelische Theologie / Religionspädagogik, die Probe aufs Exempel machen. Ein Projektseminar zum Weihnachtsmarkt hat im Wintersemester 2007/08 statt gefunden. Die Resonanz unter den Studierenden wie unter den Besuchern des Weihnachtsmarktes war beachtlich.
Unter dem Motto „Folge dem Stern!“ und gekennzeichnet durch gelbe Schals machten die Studierenden in sechs Projekten auf die Advent- und Weihnachtsbotschaft aufmerksam:
- eine Erläuterung der Krippe in Museumspädagogik
- Verteilung von Strohsternen mit Sinnsprüchen über die adventliche Sehnsucht
- ein Adventsegen rund um die Symbolik des Adventkranzes
- ein Raum der Stille in der angrenzenden Severikirche
- Variationen rund um ein Adventlied und das Thema der Erwartung im Dom
- ein adventlicher Rundgang vom Markt in den Dom mit ipod-Führung
Die Projekte wurden in den kirchlichen und lokalen Medien mehrfach besprochen und von den kirchlichen Hauptamtlichen wohlwollend begleitet. Das Bonifatiuswerk trug durch seine Förderung wesentlich zur Realisierung bei. Eine Publikation erscheint in den Erfurter Theologischen Schriften diesen Herbst. Das Projekt wird dieses Jahr auf Uniebene noch einmal angegangen, wobei die Einbindung an die Ortsgemeinden im Mittelpunkt steht, die es dann möglicherweise übernehmen wollen. Für Nachahmer anderswo – Interessenten haben sich bereits gemeldet und sind weiter eingeladen – werden bei Bedarf Workshops eingerichtet. [M. Widl, Erfurt]
6. Forschungsprojekt zur Erhebung von Wirkweisen Geistlicher Begleitung
Prof. Dr. Dr. Klaus Kießling und Dr. Hermann-Josef Wagener, Institut für Pastoralpsychologie und Spiritualität an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen, Frankfurt am Main, widmen sich seit 2006 dem Selbstverständnis und den Wirkweisen Geistlicher Begleitung. Ziel ihrer empirisch und konzeptionell ausgerichteten Forschung ist es, Geistliche Begleitung zu konturieren und ihre Wirkweisen im Selbst- und im Gottesbild sowie im geistlichen Beziehungsgeschehen der Begleiteten sowie der Geistlichen Begleiterinnen und Begleiter zu belegen.
In einem ersten qualitativ-empirischen Forschungsschritt wurden fünfzehn Geistliche Begleiterinnen und Begleiter aus einer deutschen Diözese zu einem halbstandardisierten Interview gebeten, um mit ihrer Unterstützung das Forschungsvorhaben in Gang zu setzen. Um ein möglichst breites Spektrum von Auskünften zu gewinnen, war dem Forschungsteam bei der Auswahl der zu Befragenden an einer Vielfalt von Qualifikationen, Kontexten und Voraussetzungen gelegen, unter denen Frauen und Männer möglichst unterschiedlichen Alters an ganz verschiedenen Orten Geistliche Begleitung anbieten. Jedes Interview verlief anhand eines im Vorfeld vom Team entwickelten Leitfadens mit insgesamt 27 Fragen und dauerte zwischen 60 und 90 Minuten.
Die inzwischen transkribierten Interviews wurden nach bewährten Methoden qualitativer Forschung zu anonymisierten Einzelportraits verdichtet. Aus ihnen entwickelte das Team schließlich je nach Fragestellung seine Thesen. Diese wurden bereits erstmals in Wege zum Menschen (Zeitschrift für Seelsorge und Beratung, heilendes und soziales Handeln) 60 (2008) 323 – 333 veröffentlicht – im Rahmen eines Themenheftes „Geistliche Begleitung zwischen Pastoralpsychologie und Spiritualität“.
In einem zweiten Schritt befragte das Forschungsteam weitere zehn qualifizierte Geistliche Begleiterinnen und Begleiter aus einem anderen deutschen Bistum. Hier kamen die gleiche Methode und derselbe bewährte Leitfaden zum Einsatz. Das umfangreiche, auf Tonbändern aufgezeichnete Interviewmaterial wurde in der Zwischenzeit transkribiert und der anonymisierenden Auswertung zugeführt. Dabei konnten die aus dem ersten Forschungsabschnitt entwickelten Thesen durchgängig erhärtet, einige unter ihnen inhaltlich ausgebaut werden; erstaunlicherweise musste keine der Thesen korrigiert oder modifiziert werden.
Die dritte Forschungsphase steht nun an und wird ihren Schwerpunkt in der Befragung geistlich begleiteter Personen finden. Dazu wird ein entsprechender Fragebogen entwickelt. Im Anschluss an die Durchführung dieser dritten Phase können die Forschungsthesen überprüft und die einzelnen – qualitativ und quantitativ gewonnenen – Befunde auf mögliche Konvergenzen und Divergenzen hin untersucht werden. Schließlich sollen die unterschiedlichen Beobachtungen gewichtet werden, um Geistliche Begleitung zwischen Pastoralpsychologie und Spiritualität zu verorten und zukunftsträchtige Handlungsorientierungen zu entwickeln. [K. Kießling & H.-J. Wagener, Frankfurt/M.]
7. Vernetzung gesucht: „Religion im Kontext von Migration“
An der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien wird dem Thema „Religion im Kontext von Migration“ hinkünftig ein Schwerpunkt in Forschung und Lehre gewidmet sein. Insbesondere das Institut für Praktische Theologie (beide Fachbereiche: Pastoraltheologie und Religionspädagogik) forcieren dieses Thema. Dazu suchen wir Informationen bzw. Vernetzungen über abgeschlossene sowie laufende Forschungsprojekte zum Themenfeld „Integration/Migration“ aus praktisch-theologischer und vor allem pastoraltheologischer Perspektive. Wer hier an Austausch und Vernetzung interessiert ist, möge sich bitte wenden an: Dr. Regina Polak (regina.polak@univie.ac.at). Das Thema ist von höchster Brisanz und Aktualität. [R. Polak, Wien]
8. Tagungsankündigung: „Vernetzung der Einrichtungen und Dienste der Offenen Sozialen Altenarbeit und der Migrationsdienste der Caritas“
Der Bevölkerungsanteil der älteren Menschen mit Migrationshintergrund nimmt in der Bundesrepublik beständig zu. Trotzdem werden sie bislang im Altenhilfesystem – auch dem der Caritas – nur bedingt erreicht. Es bedarf neuer Wege, um Barrieren auf Seiten der älteren Menschen mit Migrationshintergrund sowie auf Seiten der Einrichtungen zu überwinden. In unserem Seminar vom 24. bis 25. November 2008 in Fulda erörtern Fachkräfte aus der Offenen Sozialen Altenarbeit und aus der Migrationsarbeit Handlungsbedarfe und suchen ggf. (neue) Zugangswege zu älteren Menschen mit Migrationshintergrund.
Leitung: Hermann Krieger, E-Mail hermann.krieger@caritas.de , Tel. 0761/200540
Teilnahmegebühr: 190,00 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung [C. Tröndle, Freiburg/Br.]
9. Österreichische Pastoraltagung 2009: „Ämter und Dienste: Entdeckungen, Spannungen, Veränderungen“
„Ämter und Dienste: Entdeckungen, Spannungen, Veränderungen“ lautet der Titel der kommenden Österreichischen Pastoraltagung (8.-10.1.2009 in Salzburg). Referenten sind: Ottmar Fuchs, Roman Siebenrock, Thomas Söding, Wilhelm Rees, Clemens Sedmak und Monika Nickel.
Das ausführliche Programm, nähere Informationen und Anmeldung unter: www.pastoral.at - Österreichisches Pastoralinstitut - ÖPT [W. Krieger, Wien]
10. Kongressankündigung „Christ werden – Christ bleiben – Christus verkünden: Der Katechumenat in Deutschland“
Die Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz veranstaltet vom 21. – 23. Mai 2009 in Frankfurt am Main, Haus am Dom, einen internationalen Kongress zum Thema „Katechumenat“, der fünfzehn Jahre nach der Einführung eines gestuften katechumenalen Weges in Deutschland veranstaltet wird.
Die vorgesehenen Referate schlagen entsprechend der einzelnen Phasen des Katechumenats einen Bogen von den Vorräumen des Glaubens zu den Impulsen des Katechumenats für eine missionarische Pastoral.
Geplante Vorträge sind (Arbeitstitel):
- „Wahrhaftig. Gott ist bei euch!“ (1 Kor 14,25) – Vorräume und Anwege zum Glauben. Neophyten berichten von ihren ersten Begegnungen mit dem Christlichen;
- „Wie sollen sie an den glauben, von dem sie nichts gehört haben?“ (Röm 10,14) – Paulus und das unterscheidend Christliche;
- „So wollen wir als neue Menschen leben“ (Röm 6,4) – Initiation und Mystagogie als Prinzipien des Katechumenats: Erfahrungsbericht aus Frankreich und Deutschland;
- „Denn vor allem habe ich euch überliefert, was ich selbst empfangen habe …“ (1 Kor 15,3) – Eucharistie als bleibende Mystagogie;
- „… dann baut auch er die Gemeinde auf“ (1 Kor 14,5) – Impulse des Katechumenats für eine missionarische Pastoral.
Eine Einladung folgt. [O. John, Bonn]
11. Publikationen
Thomas Kroll, Der Himmel über Berlin - Säkulare Mystagogie? Wim Wenders' Spielfilm als Herausforderung für die Praktische Theologie (Symbol - Mythos - Medien ; 11), Münster 2008.
ISBN 978-3-8258-7322-6
Das Kino ist gewiss kein Ort kirchlicher Katechese. Dennoch trifft man dort sowohl in Kassenschlagern wie Der Herr der Ringe als auch in künstlerisch ambitionierten Filmen wie Andrej Rubljow auf Spuren des Religiösen, ja Christlichen. Ferner erlebt man Filme, die wie die Gleichnisse Jesu - frei von Kerzen und Kreuzen, Kirchen und Kniebeugen - in der Lage sind, das Publikum im dunklen Andachtsraum an »Orte« zu führen, die auf keiner Landkarte verzeichnet sind. Dann geschieht säkulare Mystagogie. Wim Wenders' Spielfilm Der Himmel über Berlin ist ein ausgezeichnetes Beispiel.
Walter Krieger / Balthasar Sieberer (Hg.), Missionarisch Kirche sein, Linz 2008.
ISBN 978-3-902330-29-1
Das soeben erschienene Buch bietet einen guten Überblick und eine Hinführung zu jenem Missionsverständnis, das heute aktuell sein sollte. Mit Beiträgen von Hadwig Müller, Arnd Bünker, Bischof Dominique Rey, Regina Polak, Franz Weber, Otto Neubauer, Wolfgang Müller, Kardinal Christoph Schönborn und Bischof Alois Schwarz.
Erhältlich (€ 10.-) im Österreichischen Pastoralinstitut (oepi@pastoral.at) oder im Buchhandel nach Vorbestellung. [W. Krieger, Wien]
Arnd Götzelmann (Hg.), Seelsorge systemisch gestalten. Konstruktivistische Konzepte für die Beratungspraxis in Kirche, Diakonie und Caritas, Norderstedt 2008.
ISBN-13: 978-3-8370-2810-2.
Seelsorge hat sich in ihrer theologischen Theoriebildung wie in ihrer kirchlichen Handlungspraxis stets von anderen Wissenschaften und Handlungsfeldern bereichern lassen. Im 20. Jahrhundert waren es die Konzepte und Methoden der Tiefenpsychologie, Ansätze der humanistischen Psychologie, der Gruppendynamik und der Verhaltenstherapie. Seit wenigen Jahrzehnten hat die systemische Therapie und Familientherapie Einzug in die psychosoziale Beratung von Diakonie, Caritas und anderen Trägern gehalten. Erst seit wenigen Jahren aber beginnen die akademischen Theoriebildner/innen der Pastoralpsychologie und die Seelsorgepraktiker/innen die systemischen und konstruktivistischen Ansätze zu rezipieren.
Der Band will diesen Rezeptionsprozess in ökumenischer Offenheit weiter voran bringen. Er bietet theologisch-interdisziplinäre Beiträge zur Grundlegung und zur Anwendung systemischen Denkens und Handelns für Seelsorge und Beratung in Kirche, Diakonie und Caritas. [A. Götzelmann, Ludwigshafen]
Michael Nagler / Egon Spiegel, Politik ohne Gewalt. Prinzipien. Praxis und Perspektiven der Gewaltfreiheit Kommunikation des Evangeliums (Friedenswissenschaft ; 1), Münster 2008.
ISBN 978-3-8258-0903-4
Haben wir in Konflikten wirklich keine andere Wahl als die zwischen Nichtstun und Gewalt? Spätestens seit Gandhi wissen wir, dass es einen dritten Weg gibt: den der aktiven Gewaltfreiheit. Ihn beschreiben hier zwei Friedenswissenschaftler, indem sie in das breite Spektrum der Gewaltfreien Aktion und die spirituellen Wurzeln einer gewaltfreien Weltgestaltung einführen.
Vorliegender Band ist der erste der von M. Nagler und E. Spiegel herausgegebenen Reihe "Friedenswissenschaft: Friedensforschung - Friedenserziehung - Friedensarbeit" mit dem Schwerpunkt "Gewaltfreiheit". Ein wissenschaftlich fundiertes Plädoyer für Gewaltfreiheit, eine Einführung in die Lehre der Gewaltfreien Aktion, ein Lehrbuch für Friedenserzieher/innen und Friedensaktivisten/innen. [E. Spiegel, Vechta]
Möchten auch Sie auf Forschungsprojekte, Neuerscheinungen, Tagungen, Stellenausschreibungen o.ä. hinweisen? Informationen bitte an: info (at) pastoraltheologie (punkt) de
12. Obligatorisches / Impressum
Für die Inhalte der einzelnen Mitteilungen sind deren Verfasser verantwortlich.
Kontakt:
Dr. Ulrich Feeser-Lichterfeld, Beauftragter für Homepage und Newsletter
des Beirats der Konferenz deutschsprachiger Pastoraltheologen und Pastoraltheologinnen e.V.
eMail: info (at) pastoraltheologie (punkt) de |